Besuch bei “Kinder brauchen ein Zuhause” in RusslandSeit dem Jahr 2001 unterstützt die Pfadigruppe Mehrerau die soziale Stiftung “Kinder brauchen ein Zuhause” in Russland. Auf mehrmalige Anfrage vom Leiter der Kinderheims in Moskau, Pater Bruno, wollten wir uns das Ganze einmal genauer anschauen. Im Juli 2010 war es endlich soweit. Die Leiter Flo, Vinz, Gert und ich starteten die Reise am 13. Juli von München aus nach Moskau. Pater Pjotr, ein Mitarbeiter des Kinderheims, holte uns dann vom Flughafen ab. Er fuhr uns eine Runde (knappe 3 Stunden) durch Moskau um schließlich im Kinderheim unser Quartier aufzuschlagen. Um ca. 22 Uhr fuhren wir mit der Metro zum Kreml. Dort warteten auch schon die ersten Schwierigkeiten auf uns. Unser russisch war in etwa auf dem Stand null, dazu kam noch dass wir sowieso alle kein kyrillisch lesen konnten, aber mit Hand und Fuß (wortwörtlich) gelang es uns Tickets zu kaufen. DIe folgenden Tage erkundeten wir die Stadt zu Fuß und mit der Metro im Untergrund. Wir bekamen eine interessante Führung durch das Kinderheim und nach Erzählungen und Erläuterungen von Pater Pjotr waren wir uns alle einig, dass unser gespendetes Geld hier am richtigen Platz verwendet wird. Das Wetter spielte voll und ganz mit, denn keiner von uns war darauf gefasst, dass es in Moskau jeden Tag zwischen 35-37° C hatte. Wir waren froh, dass die Moskauer Metro so architektonisch beeindruckende Stationen hatte, weil wir uns einen ganzen Nachmittag unter der Erde aufgehalten hatten. Am 16. Juli, nach 3 Tagen Hitze, ungefähr 30 prunkvollen Kathedralen, ca. 70 gelaufenen Kilometern und unzählige Fotos, machten wir uns auf den Weg zum Flughafen um unsere zweite Station in Russland anzufliegen...St. Petersburg. Die Zarenstadt hatte ebenfalls einige Sehenswürdigkeiten zu bieten (Eremitage, Peter u. Paul-Festung, Peterhof, einige beeindruckende Kathedralen,...). Wir bezogen unser Hotel und machten uns auch gleich wieder auf den Weg um die Stadt zu erkunden. Das Klima war um einiges angenehmer (leichter Regen, bewölkt, ca. 25° C) und so konnten wir auch diese Millionenmetropole erkunden. Die Abende verbachten wir im Dickens, einem sehr angenehmen englischen Pub. Im Dickens konnte man auch noch um 1 Uhr nachts im Freien sitzen, weil St. Ptersburg sehr nördlich liegt wird es im Sommer nicht finster. Die Rückreise am Sonntag, den 18. Juli gestaltete sich eher als schwierig, da wir unseren Anschlussflug von Moskau nach München verpassten. Darum mussten wir noch einen Tag länger bleiben, was Auswirkung auf unser Visum hatte. Ein Hotel und ein Ticket brauchten wir auch, ganz zu schweigen davon hätten zwei von uns am Montag arbeiten müssen.Was uns (bzw. mir) von dieser Reise geblieben ist, sind über eine Lektion darin, wie man sich richtig bei Flugverspätungen verhält, dass die Unterstützung des sozialen Hilfsprojekts “Kinder brauchen ein Zuhause” nötig und erwünscht ist und ca. 1000 Bilder von zwei sehr schönen Städten (einen Auszug findet ihr im Bilderarchiv).Vielen Dank an die Pfadis die jedes Jahr das nötige Geld sammeln, an das tolle Leiterteam und einen bseonderen Dank an Pater Pjotr (ohne ihn wären wir wohl in das eine oder andere Fettnäpfchen getreten).Grüße, Michi